Insieme

Berufliche Integration

insieme engagiert sich für die berufliche Aus- und Weiterbildung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie ist die beste Voraussetzung für die Integration auch in die Arbeitswelt.

Die Zeichen für eine berufliche Aus- und Weiterbildung von Menschen mit einer geistigen Behinderung stehen schlecht. Die Niveaus der niederschwelligen Ausbildungen sind gestiegen. Viele Menschen mit leichter geistiger Behinderung können den Ansprüchen nicht mehr genügen. Für stärker beeinträchtigte Jugendliche gibt es überhaupt keine Möglichkeiten. Auch für die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt bestehen geringe Chancen. Der Leistungsdruck ist enorm. Wirtschaftssektoren, die sich für eine sinnvolle und gewinnbringende Integration eignen, schrumpfen und reagieren besonders sensibel auf Wirtschaftskrisen. Der grosse Gewinner ist der Dienstleistungssektor – ein Arbeitssektor, der sich für Menschen mit geistiger Behinderung wenig eignet, könnte man meinen. Aber beim genaueren Hinsehen zeigt sich: auch hier gibt es Arbeit, die sie durchaus meistern können.

Viele lancierte Projekte

Trotz dieser unerfreulichen Ausgangslage gibt es einige Fachstellen und verschieden Projekte, die die berufliche Integration anstreben. Zu nennen ist beispielsweise Wintegra in Winterthur. Wintegra vermittelt u.a. auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft. Der Verein „supported employment schweiz“ setzt sich für das Recht der Menschen mit Behinderung auf Teilhabe an bezahlter Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein. Einzelne insieme-Vereine engagieren sich ebenfalls in diesem Bereich.
2009 hat INSOS, der Verband der sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderung in der Schweiz, das Positionspapier „Berufliche Bildung für alle!“ verabschiedet. Darin weist er auf die Probleme für Menschen mit schwerer Beeinträchtigung hin und stellt einen Forderungskatalog auf. INSOS fordert insbesondere auch die eidgenössische Anerkennung ihrer praktischen Ausbildung „prA“. Diese Ausbildung ist eine Systematisierung der IV-Anlehre und dauert zwei Jahre. Als Mitglied der Konferenz der Vereinigungen von Eltern behinderter Kinder KVEB unterstützt insieme dieses Papier.

insieme Schweiz selbst hat sich im Projekt „Berufsbildung und Berufe“ zum Ziel gesetzt, neue Berufs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung zu initiieren und zu entwickeln. Dadurch sollen Anreize geschaffen werden, auch Menschen mit geistiger Behinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihrer Ausgrenzung zu begegnen. Zurzeit steht das Projekt in der Abklärungsphase. Eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und bestehenden Projekten wird angestrebt.

Zum Lesen

Berufliche Bildung für alle!

Ein INSOS Positionspapier.

www.projekt-wintegra.ch

Wintegra – die Fachstelle für Menschen mit einer geistigen oder zerebralen Behinderung.

www.lacapriola.ch

La Capriola – Ausbildungszentrum zur beruflichen Integration von Menschen mit Handicap in die Hotellerie und Restauration.

www.foerderraum.ch

Hotel Dom – ein Arbeits- oder Ausbildungsplatzfür Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderung.

www.dasbreitehotel.ch

Hotel Breite – geschützter Arbeitsplatz für Menschen mit einer vollen Invaliden-Rente.

www.compasso.ch

Compasso – Berufliche Eingliederung – Informationsportal für Arbeitsgeber.

www.supportedemployment-schweiz.ch

supported employment schweiz.

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